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Rohrbach: Fahrstraße A805.N801


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Hallo zusammen,

 

nehme gerade 42179 in Rohrbach gemäß Fahrplan auf Gleis 801 zur Seite. Hierzu habe ich die Fahrstraße A805.N801 eingestellt.

Warum läuft die Weiche 809 auf Abzweig. Ich hätte eher gedacht, dass diese Weiche 809 zur Weiche 810 in gerader Stellung Flankenschutz liefert.

 

Wozu dienen überhaupt die Weichen 805 und 814; handelt es sich dabei um Abzweigungen in gesandete Stumpfgleise?

 

Grüße vom R2

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Auf den zweiten Teil deiner Frage kann ich dir antworten: Deine Annahme ist richtig, nur was du mit "gesandet" meinst weiß ich nicht (gesandet bedeutet bei der Bahn was ganz anderes als z. B. auf der Straße ;-) ). Es handelt sich dabei um Schutzweichen, die in kurze Gleisstümpfe mit einem Prellbock am Ende führen. Ist Vorschrift auf Strecken mit einer Vmax von 200 km/h und mehr. Dort reicht als Flankenschutz nicht nur ein haltzeigendes Signal, sondern es muss zwangsweise eine Ablenkung der "feindlichen" Fahrt stattfinden.

 

Gruß

Bremser

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Hallo,

Am 5.4.2018 um 19:05 schrieb Wärter R2:

Warum läuft die Weiche 809 auf Abzweig. Ich hätte eher gedacht, dass diese Weiche 809 zur Weiche 810 in gerader Stellung Flankenschutz liefert.

wenn wir davon ausgehen, das dies auch im echten Stellwerk so ist, müssen wir gleich eingangs festhalten, dass derartige Fragestellungen nur mit dem bloßen Blick auf die Stellwand fast nie abschließend beantwortet werden können; dafür sind die sicherungstechnischen Unterlagen erforderlich. Was wir aber feststellenen können, dass bei dieser Fahrstraße die Weiche 309 eine Zwieschutzweiche ist. Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten mit Zwieschutzweichen umzugehen. Dies ist immer abhängig von der konkreten Stellwerksbauform und -art, sowie vom Zeitpunkt der Projektierung (Regelwerke ändern sich ja auch hin und wieder) und den konkreten örtlichen Gegebenheiten. Zum letzten Punkt lässt sich noch hinzufügen, dass es sich bei der Darstellung auf der Stellwand bekanntermaßen um eine schematische handelt. Wir können aus den dargestellten Abständen der Elemente zueinander nicht die wirklichen Entfernungen an der Außenanlage ableiten. So wäre es nicht auszuschließen, dass vor Ort der Abstand zwischen den Weichen 809 und 810 größer ist als der zwischen den Weichen 809 und 813 (immerhin gibt es ja bei der Weiche 809 noch das Überwerfungsbauwerk). Und da bei der Betrachtung von Zwieschutzweichen auch gerne mal die Abstände zu den gefährdeten Fahrwegweichen (Weichen 810 und 813) berücksichtigt werden könnte dies eine mögliche Erklärung sein. Auch könnte eine mögliche Steigung von der Weiche 809 zur Weiche 810 (->Überwerfungsbauwerk) einer der Gründe sein...

Viele Grüße
Tim

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Bei Spurplanstellwerken gehört Flankenschutz zu den Teilen, die man in der Projektierung relativ schlecht beeinflussen kann, wenn es sich nicht um Standardfälle handelt. Während für den Themenbereich "wann kann ein Signal mir Flankenschutz bieten?" es viele Schaltfälle gibt, gehören wohl vor allem Zwie- und Eigenzwieschutz zu den schwierigeren.

 

Soweit ich das Verhalten der Simulation beobachte scheint dies auch bei Signalsoft so zu sein. Mir scheint dass die Simulation versucht auf Basis der Längen die schützenswertere Lage zu finden. Ob man rein teschnisch dem Stellwerksbauer da überhaupt Eingriffsmöglichkeiten zur eventuellen Korrektur zur Verfugung stellen kann hängt von der konkreten Implementierung ab. Es ist also möglich, dass die Weichenlage nicht von dem Erbauerteam (also DeadMan) "verifiziert" worden ist, sondern viel mehr das Ergebnis einer Automatik des Programmes.

 

Ob das konkrete Beispiel Vorbildgerecht ist lässt sich vermutlich nur sagen, wenn man die Fahrstraße mal im Original einstellt. Es gibt Hinweise, dass so eine "Schutzlängenabhängige Vorzugslage" beim Sp Dr S60 nicht ohne viel Bastelei (incl. Genehmigungsfragen) machbar seien könnte (mit dem Regelfall, dass solche Weichen unverschlossen wären). Aber einerseits handelt es sich hier um ein Sp Dr L60, dass dafür möglicherweise besser passende Projektierungsstecker bereithalten könnte, und andererseits wurde auch an anderen Stellen im Flankenschutz dieses Sp Dr L60 wohl schon sehr extrem herumgebastelt... Sobald dann weitere Fahrstraßen oder nichtalltägliche Randthemen wie das Thema Einzelhilfsauflösung ins Spiel kommen kann es aber auch sein, dass man sehr schnell nur noch den Signaltechniker-Unterlagen vertrauen kann. (Und selbst da sollte man immer skeptisch sein!)

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